
Apfel, Brioche, Kalk
Verkosten
Ein Crémant de Bourgogne Brut riecht nach grünem Apfel, Zitrusschale und frisch gebackenem Brot, dazu kommt oft ein Hauch von Mandel. Der Geschmack ist trocken, die Säure schlank und lebhaft, und die Perlen sind fein und dicht, nicht grob. Wer Champagner kennt, findet hier eine ähnliche Bauweise, nur mit etwas weniger Tiefe und dafür mehr Frucht.
Chardonnay prägt die Weißweine mit Zitrus und weißen Blüten, Pinot noir bringt rote Frucht und Fülle. Blanc de Blancs wirkt deshalb schlanker und feiner, Rosé aus Pinot noir schmeckt nach Kirsche und Himbeere. Weine mit viel Aligoté sind ein wenig herber und säuerlicher.
Als Beispiele eignen sich zwei Häuser. Die Genossenschaft Caves de Bailly-Lapierre in Saint-Bris-le-Vineux lässt ihre Flaschen nach Angaben des Hauses in den Steinbrüchen reifen, seit 1972. Ihr Brut ist ein klassischer Verschnitt aus der Region. Veuve Ambal in Rully wurde nach Angaben des Hauses 1898 von Anne-Marie Ambal gegründet und steht für den südlichen, etwas runderen Stil.
Als Glas passt eine Tulpe oder ein schlankes Weißweinglas besser als die flache Schale, denn sie hält Duft und Perlen beieinander. Das Glas füllt man höchstens zu zwei Dritteln, damit der Duft Platz hat. Gut gekühlt schmeckt Crémant bei sechs bis acht Grad, zu kalt verschließt er seine Aromen.
Beim Öffnen hält man den Korken fest, löst den Draht und dreht dann die Flasche, nicht den Korken. So entweicht der Druck mit einem leisen Zischen statt mit einem Knall, und nichts schäumt über. Am besten lässt man die Flasche dabei schräg gegen das Glas lehnen.