
Hefe, Apfel, Haselnuss
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Im Glas zeigt die Alta Langa meist ein helles Strohgelb, beim Rosé ein zartes Lachsrosa, dazu eine feine Perlage, die lange steigt. In der Nase liegen oft Zitrus, Apfel und weiße Blüten über Hefenoten wie Brioche und Haselnuss, bei viel Pinot nero kommen rote Beeren dazu.
Am Gaumen fällt die Straffheit auf, die von der Höhe der Lagen kommt. Pas dosé wirkt knapp und kühl, ein Brut etwas weicher. Wegen des langen Hefelagers ist die Textur cremiger als bei einem Tankschaumwein, ohne schwer zu werden.
Drei Häuser eignen sich als Beispiel. Enrico Serafino, nach eigenen Angaben 1878 gegründet, füllt einen Zero Pas Dosé und eine Rosé-de-Saignée-Variante ab. Fontanafredda zeigt mit der Vigna Gatinera Riserva, wie ein reiner Pinot nero wirkt. Der Luigi Coppo Brut von Coppo ist ein Beispiel für einen Brut mit Dosage. Jahrgang und Dosage stehen auf der Flasche, wer sie liest, weiß ungefähr, was kommt.
Als Glas empfiehlt sich eine Tulpe, also ein schlankes Glas mit leicht eingezogenem Rand, kein flaches Sektschälchen. Sie hält die Aromen zusammen und lässt die Perlen den ganzen Weg nach oben ziehen.
Serviert wird gut gekühlt, bei etwa 8 bis 10 Grad. Zu kalt unterdrückt das Aroma, zu warm lässt den Wein breit und schaumig wirken. Zum Öffnen löst man die Agraffe, hält den Korken fest und dreht die Flasche, nicht den Korken. Die Flasche steht dabei schräg, und zu hören soll nur ein leises Seufzen sein, kein Knall. Wer ihn nicht zu kalt probiert, schmeckt die Hefenoten besser.