
Apfel, Zitrus, Brioche
Verkosten
Ein österreichischer Sekt aus Welschriesling oder Grünem Veltliner schmeckt meist nach grünem Apfel, Zitrus und etwas Kräuterwürze. Ein Klassik-Sekt wie der Kattus Organic mit der Angabe trocken zeigt das gern. Wer dabei an wenig Zucker denkt, liegt falsch, denn trocken heißt beim Sekt 17 bis 32 Gramm je Liter.
Mit mehr Hefelager wird der Ton ruhiger. Eine Reserve bringt Aromen von Brioche, Nuss und reifem Apfel mit, die Perlage wird feiner. Auch ein rosa Cuvée wie der Kattus Cuvée Rosé Brut der Klassik riecht nach roten Früchten, der Geschmack bleibt aber knackig und frisch. Marken wie Schlumberger Sparkling sind ein guter Anlass, die Stufen nebeneinander zu probieren.
Am besten schmeckt Sekt in einem Tulpenglas oder einem schmalen Weißweinglas. Die weite Schale lässt die Kohlensäure zu schnell verfliegen, die Tulpe hält den Duft zusammen und lässt die Perlen länger steigen. Gefüllt wird nur zu einem Drittel bis zur Hälfte, damit Platz für Aromen bleibt.
Die Temperatur sollte um sechs bis acht Grad liegen. Ein einfacher Klassik-Sekt verträgt etwas weniger, ein Reserve-Sekt etwas mehr, denn bei zu viel Kälte verschwinden seine feinen Noten. Die Flasche stellt man vor dem Servieren eine Weile ins Kühle, das genügt.
Beim Öffnen hält man die Flasche schräg und drückt den Daumen fest auf den Korken. Gedreht wird nicht der Korken, sondern die Flasche, langsam und mit leichtem Gegendruck. Es soll nur ein leises Seufzen zu hören sein und kein Knall.