
Zitrus und Brioche
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Wie schmeckt ein Cap Classique? Meist nach Zitrus, grünem Apfel und Brioche, mit einer straffen Säure, die den Mund frisch hält. Je länger der Wein auf der Hefe lag, desto mehr treten Gebäck und Nuss hervor. Ein Blanc de Blancs wirkt dabei oft schlanker, ein von Pinot Noir geprägter Wein voller.
Der Kaapse Vonkel von Simonsig zeigt, wie ein Stil der Stellenbosch-Hänge schmecken kann: ein Brut, seit 1987 auf Pinot Noir und Chardonnay gebaut und damit nah an der Champagne gedacht.
Bei Graham Beck lassen sich Stufen vergleichen. Der Brut aus der Non-Vintage-Reihe gibt den Hausstil vor, der Blanc de Blancs zeigt reinen Chardonnay mit Spannung, und der Brut Zero ist der strengste, denn ihm fehlt der Zucker, der Säure abfedert. Die Cuvée Clive steht an der Spitze der Reihe.
Ein Tulpenglas ist besser als die flache Schale. Es ist unten weit und oben schmaler, sodass sich die Aromen sammeln, und die Perlen steigen in einer langen Kette auf. Die Schale lässt Duft und Kohlensäure schnell entweichen.
Serviert wird kühl, nicht kalt, bei etwa sechs bis acht Grad. Zu kalt verschließt sich der Duft. Eine halbe Stunde im Kühlschrank genügt, danach darf die Flasche kurz im Raum stehen.
Zum Öffnen entfernt man die Folie, löst den Drahtkorb und legt die Hand auf den Korken. Gedreht wird die Flasche statt des Korkens, schräg gehalten, bis es leise zischt. Ein Knall bedeutet verlorene Kohlensäure und Schaum auf dem Tisch.